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Vergangenheitsbewältigung '89 - Kunsthandwerk von Demokraten - Genußmittel der Nationalisten - Irrwitz für Intellektuelle
37 illustre Geister aus dem In- und Ausland hat Rudolf Augstein eingeladen, anläßlich Führers Geburtstag ihre Auffassungen über die "Bedeutung" des Geburtstagskindes aufzuschreiben. Die alten Warnungen, Mahnungen und Lehren, "das Schreckliche" betreffend, kommen zwar vor, durch die Bank geht es aber sehr abgeklärt zu. |
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"ZU HITLER FÄLLT MIR WAS EIN"
meldet sich auch Henryk M. Broder in Augsteins Führer-Sampler zu Wort. |
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EIN HERZ FÜR KOMMUNISTEN
Am edelsten ist der Humanismus der demokratischen Politmoral, derzufolge sich beim Hitler-Stalin-Pakt erstens der Abschaum der Menschheit verbündet habe, das zweitens alles Nötige über das System sage, das es heute noch gibt, wenn er sein Herz auch noch für Kommunisten entdeckt. Daß gestandene Antikommunisten sich auf die Tour verstehen, aus den Formen, in denen Genosse Stalin die Linie seiner Partei sauber hielt, die ganze Menschenwidrigkeit des Kommunismus abzuleiten, kennt man ja schon. |
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Kohl: Der imperialistische Sinn der deutschen Vergangenheitsbewältigung
Wenn sich einprägsame Daten der faschistischen deutschen Vergangenheit jähren, sind stets amtliche Worte der Besinnung angebracht. Die Kunst des Distanzierens des Rechtsnachfolgers des III. |
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Der Faschismusvorwurf an Heidegger: Vom Bedürfnis, Geist und Macht zu verwechseln
Das Kulturleben im deutschen Blätterwald steht Kopf. Ein Philosoph made in Germany ist im benachbarten Ausland heftig ins Gerede gekommen. |
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EIN HARTES URTEIL DER KOMMISSION: WALDHEIM WÄRE NACH NS-GESETZESLAGE ZU WIDERSTAND VERPFLICHTET GEWESEN!
Eine grundsolide Reinwaschung der deutschen Wehrmacht: Genaugenommen kann der Dr. Waldheim von Glück reden, daß er nicht wegen unterlassener Widerstandsleistung vor einem deutschen Militärgericht gelandet ist! |
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HOLOCAUST
Zu den Beiträgen Hollywoods in Sachen bürgerlicher Verblendung gehört die Durchsetzung des mythologischen Terminus vom Holocaust für die Benennung des faschistischen Ausrottungsprojekts an den Juden. Im Altgriechischen, woher der Ausdruck stammt, ist das Ganzheitsopfer gemeint, also die Verbrennung des ganzen Opfertiers, bzw. |
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Das freie Deutschland und die Freiheit Israels: Szenen einer imperialistischen Blutsbrüderschaft
Wenn die demokratischen Beobachter die "Unruhen" in Israels besetzten Gebieten als "Problem" behandeln, das ein befreundetes Staatswesen mit seiner "Sicherheit" hat, dann sind objektive Urteile über Ursachen, Gründe und politische Zwecke ebensowenig zu erwarten wie bei der Berichterstattung über andere "Störfälle" in der imperialistischen Weltfriedensordnung. Beim Judenstaat unterliegt darüber hinaus jede Stellungnahme von deutscher Seite einem moralischen Imperativ, demzufolge nur innerhalb der Kategorien Schuld, Verantwortung, Reue, Sühne und guter Vorsatz argumentiert werden darf. |
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Ärger im Bundestag: Eine große Stunde der Heuchelei - verpatzt! (Jenninger)
Alle hatten sich so darauf gefreut. Bundestagsabgeordnete und Zahnärzte, Sozis und Grüne, Christen und Juden, Steuerzahler und Arbeitslose harrten der Gedenkstunde zum Jubiläum des Tages, für den dem Fernsehpublikum in einer kurzen, energischen Anstrengung aller Moderatoren das schwierige Wort "Pogrom " beigebracht worden ist. |
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Was deutschen Historikern zur Judenverfolgung einfällt
Das rund 40jährige nationale Volksbildungsprogramm namens "Vergangenheitsbewältigung" hat radikal für Humanismus gesorgt. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen steht der bundesdeutsche Geist der Herrschaft des Rechtsvorgängers distanziert gegenüber und hat dafür in allerster Linie humanitäre Gründe. |
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RUDOLF HEß: DER LETZTE KRIEGSVERBRECHER HAT GEKÜNDIGT
Seinen Dienst als Denkmal der Allierten nämlich; als lebendiges Erinnerungsstück für jenen schönen Prozeß, den die Sieger des vorigen Weltkriegs den Verlierern gemacht haben, damals in Nürnberg. Denn das mögen siegreiche Staaten: den unterlegenen Gegner nachträglich ganz offiziell und formvollendet ins Unrecht setzen. |
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Antisemitismus: Ein nationales Rührstück
Ein Gespenst geht um in Deutschland-West, und alle guten Deutschen fahnden nach ihm. Es heißt Antisemitismus, und wie bei allen Geistergeschichten scheiden sich die Zeitgenossen in zwei rivalisierende Lager. |
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Die Konkurrenz der Weißwäscher - Streit über die deutsche Geschichte
Im Sommer und Herbst 1986 erbaut sich die Kulturnation an einem akademischen Streit, der dank eines Artikels von Jürgen Habermas in der "Zeit" (11.7.86) den Durchbruch in die Feuilletonseiten der großen Zeitungen geschafft hat. Sein Thema, der II. |
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Ein Film, wie noch keiner war: Die Deutschen im 2. Weltkrieg
Die ersten beiden Folgen waren wirklich das Anschauen wert. Endlich mal wieder eine vernünftige Weltkriegs-Dokumentation. |
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Der Frankfurter "Antisemitismus"-Streit : Ein National-Theater
Darf man, oder darf man nicht: das Faßbinder-Stück "Die Stadt, der Müll und der Tod" aufführen bzw. die Aufführung durch Proteste verhindern? |
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Wissenschaftliche Vergangenheitsbewältigung
Der 50. Jahrestag der "NS-Machtergreifung" am 30. |
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DER WIDERSTAND - WIE ER WIRKLICH WAR
In einem Schulbuch lautet die Anweisung zur "Unterrichtseinheit: Der deutsche Widerstand": "So wie Judenausrottung und Koazentrationslager die äußersten Markierungen des Verbrechens sind, das im Namen Deutschlands begangen wurde, so ist der deutsche Widerstand auch in seiner Erfolglosigkeit und in seinem Untergang ein Triumph der Moral über die Unmenschlichkeit. |
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Der Fall Klaus Barbie: Wozu ist ein "Schlächter von Lyon" gut?
Nur ein paar Antifaschisten mag es ein Problem sein, daß der "Schlächter von Lyon" 40 Jahre seines Nachkriegslebens lang ungeschoren davonkam, verwechseln sie doch den Kampf der alliierten imperialistischen Staaten des Westens gegen den Konkurrenten Deutschland allzugern mit (ihrem eigenen) Antifaschismus. Dabei haben diese Staaten nicht nur Atomforscher und Raketenexperten der Nazis zu schätzen gewußt, sondern sich mit deren Parteigängern (Kiesinger), Waffenträgern (Scheel, Schmidt), Rechtspflegern (Carstens, Filbinger), KZ-Baumeistern (Lübke) usw. |