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Der neue Kurs des PCI: Die Feier der Alternativlosigkeit als Alternative
In Italien soll es endgültig keine Gründe mehr für den Kommunismus geben. Sagt der PCI, und der muß es als Experte in Sachen Kommunismus ja wissen. |
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Die Macht der Mark: Erfolgsrezepte einer unverschämten Nation
Die bundesdeutsche Wirtschaftmacht tritt fordernd auf in aller Welt und will ihre Wirtschaftserfolge als unverrückbare Rechtspositionen gesichert haben. Dieses Recht geht von deutschem Boden aus, heißt: die ganz eigenen Verfahrensweisen und politischen Manöver zur Förderung des Kapitals in all seinen Formen werden als allgemeingültige, "vernünftige" Wahrheiten behauptet, die den wirtschaftlichen Verkehr der Nationen zu bestimmen hätten, und alle auswärtigen Anträge, gar Drohungen, die auf Modifikation dringen, treffen auf mehr oder minder umstandslose Ablehnung. |
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Im Persischen Golf ein Stück Italien
Mitten im hei en Sommer, während die halbe Nation Urlaub machte und Millionen Touristen Bella Italia genossen, veranstalteten die Politiker des Landes gemeinsam mit Presse, Funk und Fernsehen ein starkes Stück Kriegspropaganda unter dem Titel: Wieviel militärische Präsenz braucht Italien im Golfkrieg? Wie es sich für eine Demokratie gehört, kriegt das Volk mitgeteilt, daß die Führung den Einsatz für Waffen im Interesse der Nation plant, und jedermann darf über das Wie seine eigene Meinung haben. |
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Volksabstimmung in Italien: Mehrheit für Verarmung
Am 10. und 11. |
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30 Jahre Zuchthaus für Toni Negri
Der Tod eines führenden Kommunesten ist für seine Genossen ärgerlich, weil er ihnen beim Kampf gegen Staat und Kapital abgeht. Ihrem verschiedenen Generalsekretär hingegen rief die PCI in der Schlagzeile des Parteiorgans L‘Unita nach: "Du wirst allen fehlen!" |
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Enrico Berlinguer: Die Bourgeoisie trauert um einen Kommunisten
Der Tod eines führenden Kommunesten ist für seine Genossen ärgerlich, weil er ihnen beim Kampf gegen Staat und Kapital abgeht. Ihrem verschiedenen Generalsekretär hingegen rief die PCI in der Schlagzeile des Parteiorgans L‘Unita nach: "Du wirst allen fehlen!" |
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Ein Italiener verstößt gegen das Grundgesetz
Skandal in Bonn: Der italienische Außenminister Andreotti erhob Einspruch gegen den nationalen Haupt- und Oberzweck der bundesdeutschen Politik, die "deutsche Teilung" in einem befreiten Europa vom Atlantik bis zum Ural zu "überwinden". Ihm paßt es offenbar nicht, daß die BRD das gemeinsame NATO-Anliegen ganz selbstherrlich für ihre Großmachtambitionen benutzen will: |
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Italien: Mit einem Sozialpaket die scala runter
Auch in Italien wird der Lohn als gesamtnationales Problem verhandelt. Mit der Rede von den "inflationstreibenden Arbeitskosten" wird nicht der normale Gang der Lohnsenkung begleitet, sondern ein Generalangriff auf das Ausbeutungsniveau und die Ausbeutungstechniken als solche gestartet. |
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Italien: Kein Mangel an Führungskräften
Die Italiener sollen wieder einmal wählen, damit hinterher wieder regiert werden kann. Beantragt haben nicht sie das wegen Unzufriedenheit mit der Regierung, sondern diese selbst, genauer, die daran beteiligten Sozialisten, wegen Unzufriedenheit mit dem Regieren. |
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Italien: Was sind "Super-Pentiti"?
Gemeint sind Typen wie Peci oder Savasta, die als Kronzeugen in den Terroristenprozessen ihre Sache so gut gemacht haben, daß von ihren einstigen Genossen kaum noch einer frei rumläuft. Mit dieser Wortschöpfung gratuliert das öffentliche Bewußtsein dem italienischen Staat zu seinen Fortschritten in der Gewaltfrage. |
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DIE BERSAGLIERI SIND IN BEIRUT...
Auf Befragen, was er im Libanon zu suchen habe, erklärte ein italienischer Soldat der Bersaglieri in Beirut: "Ehrlich gesagt, ich weiß nicht genau, wer die Maroniten, die Morabitun, die Falangisten sind, in wieviel Fraktionen die PLO zerfällt." |
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Italien: Die Krise als Staatsideologie - Eine ehrenwerte Gesellschaft
Üblicherweise wird die Mafia unter die folkloristischen Eigenheiten Süditaliens, namentlich Siziliens gezählt; in keinem Reiseführer fehlt der Hinweis auf sie nebst der beruhigenden Bemerkung, daß Touristen nichts zu befürchten hätten, weil auch von den Paten als Devisenbringer geschätzt; jede neue Regierung in Rom verkündet ein neues Anti-Mafia-Programm und jeder westdeutsche Fernsehkorrespondent macht einmal eine Reportage mit dem Schlußkommentar, daß sie wohl unter die unausrottbaren Übel des Stiefelstaates zu zählen sei - von wegen Armut und Rückständigkeit im Mezzogiorno, Korruption und Verbindung zur Politik und mangelnder Zivilcourage einer Bevölkerung, die vor dem Gesetz der "omerta" mehr Angst habe als Vertrauen in den Schutz des Gesetzes und der Staatsgewalt. Tatsächlich ist es auch nie die Wirkung der Mafia auf die "kleinen Leute" in Sizilien gewesen, denen neben Kapital, Grundbesitz und dem Staat auch noch die Mafia an der Gurgel sitzt, die wirklich einen öffentlichen Skandal in Italien und bei den Beobachtern anderswo provoziert hätte: Zur Staatsaffäre wurde und wird nie der Pächter, Arbeiter, Barbesitzer oder Gemüsehändler, dessen Leiche mit dem toten Fisch auf der Brust aufgefunden wird, sondern ausschließlich der Übergriff der Killer auf führende Agenten der Staatsgewalt und der hat in den letzten zwei Jahren immerhin u.a. |
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Ein historischer Kompromiß bei Fiat
Seit dem Streik vom vergangenen Herbst in Turin spricht die italienische Öffentlichkeit bei der Begutachtung der Klassenkämpfe von einem neuen ökonomischen Zeitalter: Dopo la Fiat! Die Auseinandersetzung zwischen dem größten Einzelkapital des Landes und der von ihm beschäftigten "kampferfahrensten Abteilung der italienischen Arbeiterklasse" hatte von Anfang an den Charakter eines Präzedenzfalls für beide beteiligten Seiten: Fiat ging es um das uneingeschränkte Recht des Kapitals, nach seiner Kalkulation Arbeitskraft anzuwenden oder freizusetzen. |
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Italien: Von der "Winteroffensive" zur wehrhaften Demokratie
Auch in Italien ist die Front begradigt worden: der Staat, dessen Gewaltapparat seit den ersten terroristischen Aktionen bewiesen hat, daß er es an Brutalität mit seinen militanten Gegnern nicht nur aufnehmen kann, sondern ihnen allemal überlegen ist - dies beweisen seine Erfolgsstatistiken, in denen 3000 politische Häftlinge und über fünfzig von den Spezialeinheiten der Carabinieri erschossene Terroristen aufgeführt werden - dieser ansonsten als "durch und durch korrupt" verschrieene italienische Staat kann sich mittlerweile zumindest in puncto Terrorismus der Unterstützung gewiß sein, nicht nur in den Medien, sondern auch beim Volk. Dies belegen die Reaktionen auf die jüngsten Aktionen der Brigate rosse (Br), die Entführung des Untersuchungsrichters D‘Urso und die Ermordung des Carabinieri-Generals Calvaligi |
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Italien: Ein Erdbeben für die Nation
Das Erdbeben in Süditalien war zweifellos eine Katastrophe für die Opfer in den betroffenen Gebieten. Die Toten waren noch nicht einmal gezählt und die Überlebenden aus den zerstörten Dörfern evakuiert, als die Konsequenzen des Ereignisses als nationale Katastrophe diskutiert wurden und die Bewältigung der Folgen eben der Politik zugewiesen wurde, deren Herrschaft im Mezzogiorno ebenso wie ihre Maßnahmen nach dem Beben dafür verantwortlich zeichnen, daß aus Naturkatastrophen "menschliche Tragödien" werden. |
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"NATIONALE SOLIDARITÄT" MIT DER PCI
In schöpferischer Vorwegnahme der vom amerikanischen Präsidenten aufgestellten Gleichung Kommunismus="Terrorismus" hat das italienische Staatsoberhaupt Moskau als Drahtzieher des italienischen Terrorismus ausgemacht. Antisowjetische Volksfront |
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Eurokommunismus: Nationalrevisionismus für Frieden und Freiheit
Wenn das Mitglied des Politbüros der PCI, Genosse Giancarlo Pajetta, auf dem Parteitag der KPdSU auftaucht, so ist bereits das eine "unfreundliche diplomatische Geste", weil zum ersten Mal mit der Etikette unter den "Bruderparteien" gebrochen wird und nicht der italienische Parteichef erscheint. Was er dort zu sagen hatte und - wie nicht ohne eine gewisse Zufriedenheit bei der PCI von der gesamten bürgerlichen Presse breitgetreten wurde - nur auf einem Nebenschauplatz sagen durfte, war denn auch alles andere als eine Grußadresse an die "ruhmreiche" Partei der Sowjetunion. |
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Italien: Der "gesteuerte Skandal"
Der Ministerpräsident veröffentlicht - nachdem er alle Beteiligten über sein Vorhaben informiert hat, so daß der "große Gschaftlhuber" Gelli in aller Ruhe nach Argentinien verduften kann - die Mitgliederliste der Freimaurerloge, P 2. Jedermann hat es nun schwarz auf weiß: In Italien gibt es tatsächlich eine Organisation, die neben den demokratischen Institutionen des Parlaments, Militärs, Geheimdienstes, Bankwesens etc. |
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Italien: Mare nostrum
Neben der BRD ist Italien als einziges europäisches Land nicht nur dazu ausersehen, sondern auch jetzt bereits fest entschlossen, die US-Mittelstreckenraketen des NATO-"Nachrüstungs"programms aufzustellen. Der Staatsbesuch Helmut Schmidts bei Ministerpräsident Spadolini wurde so als Meinungsaustausch und "volle Übereinstimmung" zweier NATO-Staaten der vordersten Front kommentiert, die auch in Sachen Europa durch die Neuaufwärmung des Projekts "Politische Union" sich an die Spitze der Bewegung gesetzt haben. |
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Italien: Vorläufige nationale Versöhnung auf den Knochen der Proleten
Es ist schon ein Ding, wenn der Spadolini dahergeht, "Italiens Notlage mit der verzweifelten Situation des demoralisierten italienischen Heeres nach der Niederlage von Karfreit im Ersten Weltkrieg vergleicht und das Bildnis eines von allen guten Geistern verlassenen, gegenüber dem Ausland verschuldeten Landes mit einer Inflation von 190nd die Schwelle von 2 Mio. |
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SCALA MOBILE
Daß der Lohn der italienischen Arbeiter an der Inflation Schaden nehmen würde und daß die Scala mobile eine notwendige Einrichtung zur Kompensation dieses Schadens sei, gehört heute in den Bereich der Legendenbildung um die Einführung der Scala. Ausgangspunkt im Berechnungsmodus der Scala sind die Ausgaben einer "Repräsentativfamilie", wobei das, was diese ominöse Familie braucht, sich von vomherein danach bestimmt, was ein durchschnittlich armer Italiener sich leisten können darf: In den nationalen Tarifverträgen wird ein Warenkorb ausgehandelt, der bestimmt, was ein Arbeiter mit seiner Familie überhaupt zum Leben braucht, Lebensmittel, Kleidung, Miete und andere "notwendige Dinge von der Zahnbürste bis zur Lampe". |
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COSI FAN TUTTI
Anfang März wurden 49 Direktoren der staatlichen Sparkassen Italiens (Italcasse) wegen Veruntreuung öffentlicher Mittel verhaftet. An die 2 Mrd. |
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Italien: Numero 43
Das zweiundvierzigste Nachkriegskabinett Italiens trat zurück, nachdem die Sozialisten dem Kabinett Francesco Cossigas die parlamentarische Unterstützung aufkündigten, weil die DC auf ihrem Parteitag wieder einmal endgültig beschlossen hatte, den PCI nicht an der Regierung zu beteiligen. 16 Tage später wurde das dreiundvierzigste Kabinett vereidigt: wieder unter Cossiga, ohne kommunistische, aber dafür mit 9 Ministern des PSI. |
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AN DIE MASCHINEN, IHR AFFEN!
Dieser Vorfall war der "Süddeutschen Zeitung" einen dreispaltigen Artikel wert, handelt es sich hier doch zweifellos um einen Skandal: bei aller Klage über das unverschämte Vordringen des japanischen Kapitals auf dem europäischen Markt - der Richter hätte doch auf jeden Fall berücksichtigen müssen, daß man die einmalige Leistung der Japaner, was die Ausbeutung ihrer Proleten angeht, keinesfalls zu kritisieren, im Gegenteil: nachzuahmen und zu übertrumpfen hätte. Ein nicht unbedeutender italienischer Kapitalist hat ja schon klargemacht, daß der Wettbewerb der Nationen sich an der Arbeitsmoral der Proleten (je härter, desto Moral) und an ihrer Rücksichtslosigkeit gegen die eigene und des Kollegen Gesundheit entscheidet (je weniger Wohlbefinden, desto Produktionsbedürfnis-Erfüllung): |
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Italien: Ein Staat räumt auf
Den über 1000 politischen Gefangenen in Italien haben Polizei und Spezialeinbeiten in den letzten Wochen und Monaten einige weitere Hundert hinzugefügt. Die Terroristen der Brigate rosse (Br) und von Prima Linea (PL) revanchieren sich, indem sie weitere Richter- und Polizeichargen sowie Politiker als Opfer aussuchen. |
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TEIGWARENHERSTELLER FÜHLEN SICH BEDROHT.
Wieder eine Ungerechtigkeit im Wirtschaftsleben haben die Nudelfabrikanten entdeckt: Die italienischen Spaghetti-Plantagen können ihren Hartweizenbedarf zu 690 DM/t befriedigen, während, die Deutschen 761 DM/t bezahlen müssen. Die zweite Ungerechtigkeit besteht darin, daß die Itaker 24 kg Nudeln pro Kopf und Jahr fressen, die Michels aber nur 4 kg - und dennoch sind die italienischen Kapazitäten nicht einmal ausgelastet. |
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Ein italienisches Attentat mit italienischen Reaktionen
Die Empörung der italienischen Öffentlichkeit über den faschistischen Bombenanschlag im Bahnhof von Bologna, bei dem über 70 Menschen getötet und fast 200 verletzt wurden, hat sich in nationalen Protestveranstaltungen vorgetragen, bei denen Millionen Italiener die Wut auf die faschistischen Attentäter zum Anlaß nahmen, ihr Mißtrauensvotum gegen ihren Staat abzugeben. Da wurde nicht die verlogene Uminterpretation in einen Anschlag auf die "zuständigen" Sachwalter der Demokratie vorgenommen, sondern gegen die Politik des Landes protestiert. |