Zum Inhaltsverzeichnis
GegenStandpunkt 1-12

Sahra Wagenknechts Hit

„Freiheit statt Kapitalismus“ – damit der „kreative Sozialismus“ den Kapitalismus wieder auf Vordermann bringt!

In der Tat, der moderne Kapitalismus ist kein schöner Anblick.

Beste Gewinnlage, steigende Dividenden, immer mehr Millionäre auf der einen Seite; unsichere Arbeitsverhältnisse, Leiharbeit und befristete Jobs, die den Mann nicht ernähren und Aussichten auf eine solide Altersarmut eröffnen, und andere Schönheiten der Berufswelt mehr auf der anderen: Arbeit und Reichtum scheinen sich in diesem Wirtschaftssystem eigentümlich komplementär zu verteilen. Auch vom Bildungswesen hört man wenig Gutes; irgendwie trägt es das Seine dazu bei, dass die Ungebildeten nicht weniger werden. Usw. usf. Und? Warum ist das so? Weil es, erfahren wir, eigentlich gar nicht sein müsste. Denn das soziale Elend, über das Wagenknecht stellvertretend für so viele Klage führt, ist dem Kapitalismus, der es schafft, im Grunde genommen ganz wesensfremd: „Der Kapitalismus versagt nicht nur sozial. Er versagt vor allem vor seinen eigenen Ansprüchen.“


 

Artikel im .html-Format

Link: www.gegenstandpunkt.com/gs/12/1/gs20121147.html

 


© GegenStandpunkt Verlag 2012